IGeL – Knorpelaufbauspritzen

Hyaluron – Säure Injektion

Die meisten Gelenke im Körper sind Synovialgelenke wie z.B. Schulter-, Hüft- oder Kniegelenk, sowie die kleinen Fingergelenke.
Die Synovialgelenke sind prinzipiell alle gleich aufgebaut. Die Knochenenden, die ein Gelenk bilden, sind von einem Gelenkknorpel überzogen und von einer Gelenkkapsel umschlossen. Die Gelenkkapsel ist von einer zähen Synovialflüssigkeit, der Gelenkschmiere, ausgefüllt. Diese Synovialflüssigkeit ist für die Ernährung des Knorpels verantwortlich. Hierzu ist eine ausreichende Bewegung erforderlich. Nur ein gut ernährter Knorpel ist ausreichend elastisch und widerstandsfähig.

Aufgaben der Synovialflüssigkeit:
Hält Gewebe auf Distanz
Schützt Knorpeloberfläche vor Verschleiß durch Abrieb
Wirkt als Stoßdämpfer
Schmiert das Gelenk
Wirkt wie ein Filter, der Nährstoffe zum Knorpel führt und schädliche Substanzen unterbindet

Die wichtigste Komponente der Synovialflüssigkeit ist die Hyaluronsäure.
Die Hyaluronsäure in unserer Gelenkschmiere unterliegt einem ständigen Auf- und Abbau und bleibt so im Gleichgewicht. Dieses Gleichgewicht ist bei der Arthrose jedoch gestört.
Bei der Arthrose, dem Gelenkverschleiß, verliert der Knorpel seine Elastizität und wird abgerieben und somit weniger belastbar. Der Knorpel bietet keinen ausreichenden Schutz mehr für den darunter liegenden Knochen. Einmal zerstörter Knorpel kann nicht wieder repariert werden.

Merkmale einer Arthrose:
Schmerzen
Entzündung
Schwellung
Gelenkdeformierung
Bewegungseinschränkung

Risikofaktoren für eine Arthrose:
Übergewicht
Verletzungsträchtige Sportarten
Fehlstellung der Gelenke (z.B. X-Bein)
Bewegungsarmut
Entzündungen
Schwere körperliche Arbeit

Ostenil® bzw. Ostenil® mini ist eine Lösung, die Hyaluronsäure enthält. Sie wird in das Synovialgelenk injiziert und hilft dort, die Balance zwischen Abbau und Neubildung der Hyaluronsäure wieder herzustellen. Durch die qualitative Verbesserung der Synovialflüssigkeit, bilden sich die Arthrosebeschwerden zurück.
Ostenil® enthält 20 mg Hyaluronsäure und ist für große Gelenke z.B. Kniegelenk konzipiert.
Ostenil® mini enthält 10 mg Hyaluronsäure und ist für kleine Gelenke z.B. Fingergelenk konzipiert. Viscoseal® enthält 50 mg Hyaluronsäure und wird im Anschluss an eine Arthroskopie in ein Gelenk injiziert.

Die erste Ostenil®-Behandlung umfasst normalerweise 5 Injektionen in wöchentlichem Abstand. Im Laufe der Behandlung wird in den meisten Fällen ein Rückgang der Schmerzen und eine Verbesserung der Beweglichkeit festgestellt. Eine Hyaluronsäure-Behandlung kann die Arthrosebeschwerden für 6-12 Monate lindern. Die Ostenil®-Behandlung kann beliebig oft wiederholt werden.

Unterstützung der Ostenil®-Behandlung
große Gelenke
viel Bewegung bei geringer Belastung
ggf. Gewichtsreduktion
Muskelaufbautraining
Polsterung als Stoßdämpfer z.B. weiche Absätze

kleine Gelenke
warme Fingerbäder
Dehnübungen
Bewegungsübungen

Die Viskoseal®-Behandlung dient als Gelenkflüssigkeitsersatz im Anschluss an eine Gelenkspiegelung – Arthroskopie. Nach der Arthroskopie ist die Gelenkflüssigkeit ausgespült, so dass der Knorpelstoffwechsel beeinträchtigt ist und der Knorpel keine Schutzschicht hat. Viskoseal ist der natürlichen Gelenkschmiere sehr ähnlich, so dass der Knorpel sofort wieder geschützt ist und die Ernährung wieder gewährleistet ist, bis die natürliche Hyaluronsäure nachproduziert wird.

Nebenwirkung sind in der Literatur bisher keine beschrieben. Das Risiko einer allergischen Reaktion wird durch ein modernes Herstellungsverfahren, der Fermentation, nahezu ausgeschlossen.
Als Risiko einer Ostenil®-Injektion ist die Gelenkinfektion zu nennen, weshalb die Injektion unter sterilen Bedingungen durchgeführt werden sollte.