IGeL – Lasertherapie

Der Begriff „Laser“ ist aus dem Englischen übernommen und steht für „Light Amplifikation by Stimulated Emission of Radiation“. Dies bedeutet, dass durch Anregung einer Strahlungsquelle das ausgesandte Licht eine Verstärkung erfährt.Im Laser werden Lichtstrahlen zu parallel verlaufenden gleichlangen Wellen ausgerichtet. Dies hat zur Folge, dass in einem Laser nur Licht einer Wellenlänge (monochromatisch) abgegeben wird. Alle in einem Laser erzeugten Wellen sind amplituden- und phasensynchron (kohärent). Die physikalischen Eigenschaften und die Eindringtiefe der Laserstrahlen sind abhängig von der Wellenlänge des emittierten Lichts.
Die Wirkungsweise der Lasertherapie beruht auf dem Prinzip der Absorption. Die Lichtenergie dringt in Abhängigkeit der Wellenlänge, der abgegebenen Energie und des bestrahlten Gewebes bis in eine bestimmte Tiefe vor und beeinflusst dort das Gewebe auf zellulärer Ebene (ATP-Produktion).
Der Power-Laser arbeitet mit hohen Leistungen und wird zum Schneiden von Geweben oder Verschließen von Gefäßen verwandt.
Der Soft-Laser wirkt mit geringerer Energie regulierend und nicht zerstörend auf die betroffenen Gewebestrukturen ein. Er regt im Gewebe den Zellstoffwechsel an. Der Soft-Laser, der in unserer Praxis zur Anwendung kommt, ist ein Diodenlaser (continuous wave) und hat folgende technische Eigenschaften:

• Wellenlänge 830 nm
• CW-Ausgangsleistung 16 x 40 mW
• Laserklasse 3 B, nach DIN EN 60825-1/03.97
• Klassifizierung IIa, nach Medizinprodukte-Richtlinie 93/42/EWG.

Folgende Effekte werden durch den Softlaser hervorgerufen:

• Entzündungshemmend – Antiinflammatorisch
• Abschwellend – Antiödematös
• Schmerzstillend – Analgetisch
• Durchblutungssteigernd – Hyperämisierend
Der in unserer Praxis zum Einsatz kommende Softlaser kann sowohl bei akuten als auch bei chronischen Erkrankungen eingesetzt werden.
Folgende Einsatzmöglichkeiten – Indikationen behandeln wir in unserer Praxis:

Knochen, Muskeln und Gelenke
Gelenkverschleiß – Arthrose
Gelenkerguss – Synovitis
Schultersteife – Impingement
Sehnenreizungen – Tendinosen
Fersensporn
Tennis-/ Golferellenbogen – Epicondylitis
Muskelzerrung
Wundheilung
Nachbehandlung von OP-Wunden
Offene Beine – Ulcera cruris
Wundheilungsstörung
Neurodermitis
Herpes zoster
Narbenwucherung – Kelloid
Schmerztherapie
Triggerpunkte
Oberflächlicher Schmerz
Tiefer Schmerz
Als absolute Gegenanzeige – Kontraindikation gegen die Anwendung eines Lasers der Klasse 3B gilt lediglich die Bestrahlung der Augen.

Obwohl in der Literatur bisher keine Komplikationen beschrieben wurden, werden folgende Erkrankungen als relative Kontraindikation aufgeführt:

Akuter Infekt
bösartige Erkrankungen
Epilepsie
Herzinsuffizienz
Schilddrüsenüberfunktion
Schrittmacher
Schwangerschaft
Thrombose
Als Nebenwirkung kann es zu folgenden Symptomen kommen:

kurzzeitiges Unwohlsein
vorübergehende Ermüdung
mögliche Erstverschlimmerung – bes. bei chronischen Erkrankungen